Studien

Wissenschaftliche Studien


Regina Guthold, Gretchen A Stevens, Leanne M Riley, Fiona C Bull
Department for Prevention of Noncommunicable Diseases, WHO, Geneva, Switzerland (R Guthold PhD, L M Riley MSc, Prof F C Bull PhD); Department for Information, Evidence and Research, WHO, Geneva, Switzerland (G A Stevens DSc); and Department of Sport and Exercise Science, University of Western Australia, Perth, WA, Australia (Prof F C Bull)
Sept 2018, The Lancet Global Health (Original Studie hier)


Weltweite Trends in ungenügender körperlicher Aktivität von 2001 bis 2016: eine zusammengefasste Analyse mit 358 populationsbasierten Studien und 1.9 Millionen Teilnehmenden

Zusammenfassung Hintergrund Ungenügende körperliche Aktivität ist ein massgeblicher Risikofaktor für nicht übertragbare Krankheiten und hat eine negative Wirkung auf die psychische Gesundheit und die Lebensqualität. Wir beschreiben Ebenen von ungenügender körperlicher Aktivität quer durch verschiedene Länder und bewerten globale und regionale Trends.

Methoden Wir legten Daten von populationsbasierten Studien zusammen, welche die Häufigkeit von ungenügender körperlicher Aktivität angeben,  die körperliche Aktivität bei der Arbeit, zu Hause, im Verkehr und während der Freizeit miteinbeziehen. (das heisst, nicht mindestens 150 Minuten körperlicher Aktivität pro Woche mit angemessener Intensität  oder 75 Minuten mit starker Intensität, oder eine gleichwertige Kombination von den beiden). Wir benutzten Regressionsmodelle um die Studiendaten an eine Standardefinition und an die Altersgruppen anzupassen.  Wir beurteilten Zeittrends, in dem wir mehrstufige gemischte-Effekte Modelle benutzten.

Ergebnisse Wir erfassten Daten von 358 Studien quer durch 168 Länder, die 1.9 Millionen Teilnehmende miteinschliessen.  Die weltweite altersstandardisierte Häufigkeit von ungenügender körperlicher Aktivität war 27.5% (95% Unschärfe Intervall 25.0–32.2) im Jahr 2016, mit einem Unterschied zwischen den Geschlechtern von mehr als 8 Prozent Punkte (23.4%, 21.1–30·7, Männer vs 31.7%, 28.6–39.0, Frauen). Zwischen 2001 und 2016 waren die Levels von ungenügender Aktivität stabil (28.5%, 23.9–33.9, in 2001; Veränderung nicht signifikant). Der höchste Level im Jahr 2016 war bei Frauen in Südamerika und in der Karibik (43.7%, 42.9–46.5), Südasien (43.0%, 29.6–74.9), und in westlichen Ländern mit hohem Einkommen. (42.3%, 39.1–45.4), während der tiefste Level bei Männern in Ozeanien war (12.3%, 11.2–17.7), Ost- und Südost-Asien (17.6%, 15.7–23.9), und subsaharisches Afrika (17.9%, 15.1–20.5). Die Häufigkeit im Jahr 2016 war mehr als zweimal höher in Ländern mit hohem Einkommen (36.8%, 35.0–38.0) als in Ländern mit tiefem Einkommen (16.2%, 14.2–17.9), und ungenügende Aktivität in Ländern mit hohem Einkommen hat über die Zeit zugenommen. (31.6%, 27.1–37.2, in 2001).

Interpretation Wenn laufende Trends sich so weiterentwickeln, wird das globale körperliche Aktivitäts Ziel im Jahr 2025  (eine 10% relative Reduktion in ungenügender körperlicher Aktivität) nicht erreicht. Strategien um die körperliche Aktivität von Bevölkerungsschichten zu steigern müssen Vorrang haben und dringend umgesetzt werden.


Sabine C. Koch, Marianne Eberhard-Kaechele
2015, ResearchGate

Wirkfaktoren der Tanz- und Bewegungstherapie – Replik auf Tschacher, Munt und Storch

Dieser Beitrag ist eine Reaktion auf den Artikel von Tschacher, Munt und Storch der Ausgabe 2/2014 von körper — tanz — bewegung. Er beinhaltet die 22 Wirkfaktoren der Tanztherapie: 1) Therapiebeziehung 2) Abschwächung sozialer Entfremdung 3) Erklärungssystem 4) Besserungserwartung 5) Veränderungsbereitschaft 6) Aktive Patiententeilnahme 7) Ressourcenaktivierung 8) Affektives Erleben 9) Freisetzen unterdrückter Emotionen 10) Problemaktualisierung, 11) Desensibilisierung 12) korrektive emotionale Erfahrung 13) Achtsamkeit 14) Affektregulation 15) Klärung/Einsicht 16) Problemassimilation/ Problemkonfrontation 17) Kognitive Umstrukturierung 18) Mentalisierung 19) Verhaltensregulation 20) Bewältigungserfahrung 21) Selbstwirksamkeit 22) neue Selbstnarration.

Fazit Tschacher et al. (2014a) schätzten die Tanztherapie als mit 7 von 22 möglichen psychotherapeutischen Wirkfaktoren ausgestattet ein. Diese Einschätzung verdeutlicht in unseren Augen vor allem, dass die Wirkfaktoren der Tanztherapie bisher zu selten und zu wenig zugänglich thematisiert worden sind. Der Artikel gibt uns Anlass dazu, den umfassenden Anspruch der Tanztherapie als Psychotherapie zu formulieren, die psychotherapeutischen Wirkfaktoren der Tanztherapie in Anlehnung an Tschachers Taxonomie in einer kurzen Übersicht darzustellen und auf darüber hinausgehende Wirkfaktoren hinzuweisen. Wir hoffen, damit zur Transparenz der Tanztherapie beigetragen zu haben, und freuen uns auf weitere Ergänzungen zu diesem Thema.


Iris Bräuninger / Aktuelle randomisierte Kontrollstudien zur Wirkung von Tanz bei Älteren + auf affektive Symptome
2015, körper – tanz – bewegung 3. Jg., S. 36–37, DOI 10.2378 / ktb2015.art07d © Ernst Reinhardt Verlag

Artikel: Wirkung von Tanz bei älteren Menschen mit nächtlicher Unruhe, Gleichgewichtsproblemen und Sturzrisiko und bei Erwachsenen mit affektiven Symptomen

Schlussfolgerung Drei Studien (Borges und KollegInnen (2014) / Pinniger et al. (2013) / Vankova und KollegInnen (2014)) liefern Hinweise darauf, dass sich bei älteren Menschen die depressive Symptomatik, die Sturzgefahr und die nächtliche Unruhe durch Tanz reduzieren lassen. Darüber hinaus kann ein Intensiv-Tanz-Programm die Symptomatik von Depression, Angst und Stress bei Erwachsenen verbessern. Zukünftige Studien können die langfristige Wirksamkeit von tanzbasierten Interventionen auf Affekt und psychische und physische Gesundheit älterer Menschen überprüfen.


Iris Bräuninger, PhD, BTD

The efficacy of dance movement therapy group on improvement of quality of life: A randomized controlled trial

2012, University of Deusto, Department of Personality, Evaluation and Psychological Treatment, Avda. Universidades, 24, E-48080 Bilbao (Vizcaya), Spain

Diese Studie untersucht Behandlungsresultate einer 10-Wochen-Tanztherapie-Intervention in Zusammenhang mit Lebensqualität.

Tanz-/Bewegungstherapie zeigt sowohl kurz- als auch langfristig eine Wirkung auf die Verbesserung der Lebensqualität.


J.Verghese and others / Langzeitstude der Albert Einstein University in New York City
2003, New England Journal of Medicine

Tanzen macht klug

2003 wurde eine Langzeitstudie im New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Tanzen im Vergleich zu allen anderen untersuchten körperlichen Tätigkeiten ist die beste Prävention gegen Alzheimer und andere Demenzerkrankungen.